Poesie

Hier möchte ich nun ein paar meiner Gedichte veröffentlichen. Viele sind schon ziemlich alt, da ich in meiner Pubertät, wohl aufgrund der zahlreichen Probleme, die so ein 15 oder 16jähriges Maedel so hat, durchaus kreativ war.


Die Sonne hinter den Wolken

Eine Perle

Alltag

Träume


Die Sonne hinter den Wolken

Der Regen fällt,
Der Himmel ist grau
Die Strassen wie leergefegt

Eilige Schritte,
Keine Zeit
Die Unendlichkeit der Wolken

Ein farbloses Rotkehlchen
Ein Strauss in schwarz

Doch schau nochmal hin
mit geschlossenen Augen
Und freue Dich zu leben

Denn dann wirst Du sehen
Was blieb verborgen Dir zuvor

Ein Kind springt lachend in die Pfützen
Die Wiesen erstrahlen ihm
So grün wie noch nie

Denn es freut sich Über das, was die meisten gar nicht sehen -
Die Sonne hinter den Wolken

(Sept. 94)

nach oben


Eine Perle

Eine glänzende Perle
Die keiner sieht
Man könnte sie erkennen
Wer weiss, was dann geschieht...

Sie schliessen die Augen
Sie hören nicht hin
Sie jetzt zu wecken
Hätte keinen Sinn

Es ist unmöglich
Ein Fehler sogar
Es gibt keine Perle!
Das ist allen klar

Doch soviel man die Perle
Versteckt oder vergräbt
Es bleibt eine Perle,
Die auch dort noch weiterlebt

Und je mehr sie versuchen
Den Glanz wegzureiben
Umso mehr wird sie erstrahlen
Und dieser Glanz wird bleiben.

Noch leuchtet sie schwach
Doch bald schon vielleicht
Erstrahlt sie so stark
Dass es sie selbst erreicht.

(Febr. 95)

nach oben


Alltag

Ein einziger Brei
Gedanken - Ideen
Mein Herz schlägt
Ich lebe
Es kann alles geschehen...

Ruhig und doch laut
Es dröhnt auf mich ein
Es gibt keinen Grund
Ich möchte laut schrein

Doch lass es nicht zu
Schliesse die Tür
Bleib in mir drin
Gefangen -
Der Mensch, der ich bin

Und doch irgendwann
Ganz ohne Sinn
Breche ich aus
Und bin wer ich bin !

(Sept. 98)

nach oben


Träume

Sie schweben hinweg
Nicht greifbar - ganz nah
Du weisst noch genau
Was grade geschah

Du fühlst Dich so schwer
Bist Du wach oder nicht?
Um Dich herum
Kein einziges Licht

Du schliesst schnell die Augen
Und schon wird es hell
Sie treiben Dich fort
Nicht langsam - nicht schnell

Es gibt weder Zeit
Noch Raum oder Ziel
Hier ist Deine Welt
Ein einziges Spiel

Hier bist Du Zuschauer
Und Spieler zugleich
Du selbst schreibst die Regeln
Bestimmst den Bereich

Es ist eine Chance
Dich selbst zu verstehen
Wenn Deine Gefühle
Im Mittelpunkt stehen

Sie wirbeln herum
Spielen verstecken mit Dir
Versuch sie zu finden
In all dem Gewirr

Vertrau nicht Deinen Augen
Auch nicht dem Verstand
Allein mit Deinem Herzen
Hast Du es erkannt

(1998)


Home nach oben